Bewehren der Schlitzwandlamelle

In jedes Schlitzwandelement wird ein durchgehender Bewehrungskorb eingehängt. Der Bewehrungskorb wird nach den statischen Erfordernissen bemessen und durch Schweißen oder Binden hergestellt.

In dem Bewehrungskorb sind bereits Einbauteile, wie z. B. Rohre zur Durchführung von Verpressankern oder Anschlussbewehrung für Bauwerksdecken usw., vorzusehen. Die Bewehrung von Decken oder Querwänden kann an die Schlitzwandbewehrung dadurch angeschlossen werden, dass

  • an dem Bewehrungskorb Stahlankerplatten angebracht sind, an die nach dem Freistemmen die Anschlussbewehrung angeschweißt wird,
  • die Anschlusseisen (Bügel) in den Bewehrungskorb hineingebogen und mit Styroporplatten ummantelt sind. Nach dem Aushub der Baugrube wird das Styropor herausgekratzt und die Anschlusseisen herausgebogen (Abb. 1.12 a).
  • der Anschluss durch Schraubmuffen (Abb. 1.12 b) erfolgt.

Abb. 1.12a /b Ausbildung der Bewehrung für tragende Stahlbetonanschlüsse an Schlitzwänden (Quelle [6]).

Alle Einbauteile sowie der Bewehrungskorb als ganzes müssen nach strömungstechnischen Gesichtspunkten konstruiert werden, damit der aufsteigende Beton diese Einbauteile auch wirklich voll umfließt und satt einbettet. Zur Sicherung der Betondeckung werden entweder feste Abstandshalter am Bewehrungskorb befestigt, oder es werden seitlich am Bewehrungskorb Führungsrohre eingebracht, die während des Betonierens gezogen werden. Der Bewehrungskorb darf nicht auf der Sohle der Schlitzwand aufstehen; er wird deswegen an der Leitwand aufgehängt. Bei großer Steiggeschwindigkeit des Betons und tief in den Beton eintauchenden Betonierrohren, muss die Bewehrung auch gegen Auftreiben gesichert werden.