Reinigen, Homogenisieren, Abschalelemente

Unmittelbar vor dem Einstellen der Abschalrohre und dem Bewehren sind die Anschlußflächen an die bereits betonierte Schlitzwandelemente zu reinigen (z. B. mit einem exzentrisch aufgehängten Schlitzwandmeißel, Abb. 1,9), um eine möglichst gute Dichtigkeit der Fugen zu gewährleisten. Der nach dem Aushub an der Schlitzwandsohle abgelagerte Schlamm ist zu beseitigen.

Die Stützflüssigkeit ist zu homogenisieren, worunter man das Durchrühren der stützenden Flüssigkeit im Schlitz (z. B. durch Auf- und Abfahren mit dem Schlitzwandgreifer) versteht, zu dem Zweck, aufgetretene Entmischungen rückgängig zu machen. Hierbei darf kontrolliert Wasser eingeleitet werden, um die Fließgrenze herabzusetzen. Die Standzeit zwischen dem Ende des Homogenisierens und dem Beginn des Betonierens darf 5 Stunden nicht überschreiten.

Der Betonierabschnitt wird durch die Fugen- oder Abschalrohre (bei Anfängerlamellen / 2 Elemente, bei Läuferlamellen / 1 Element) begrenzt. Dies sind schwere Stahlrohre (Abb. 1.10), durch die halbrunde Fugen zwischen den einzelnen Schlitzwandelementen entstehen (Abb. 1.11).

Die nach unten offenen Rohre werden etwas in die Schlitzsohle eingedruckt, damit der Beton nicht im Rohr hochsteigen kann. Sie sind also während des Betonierens mit Stützflüssigkeit gefüllt.

Abb. 1.10 Abschalrohr (Quelle [4])

Für Schlitzdicken über 1,0 m benutzt man Flachfugenabschalelemente.

Die Abb. 1.11 zeigt auch Fertigteile als Begrenzung von Betonierabschnitten, die sich aber weniger gut bewehrt haben, so dass heute fast ausschließlich Abschalrohre Verwendung finden.

Abb. 1.11               Abschalrohr und Betonfertigteil als Begrenzung des Betonierabschnittes (Quelle [1]).